Zwischen Recycling, Produktion und Teamarbeit:
Lernen bei Speira Recycling Services

In Töging am Inn beginnt vieles mit einem unscheinbaren Ausgangsmaterial: Aluminiumschrott. Was danach passiert, ist Teil eines Kreislaufs, der in Europa seinesgleichen sucht.
Speira Recycling Services verarbeitet jedes Jahr Hunderttausende Tonnen Metall, betreibt modernste Anlagen und gilt in der Aluminiumindustrie als einer der Treiber für mehr Nachhaltigkeit und Effizienz.
Hinter dieser industriellen Präzision stehen Menschen, die den Prozess täglich gestalten – erfahrene Fachkräfte ebenso wie junge Nachwuchstalente.

Zu ihnen gehören Clara und Elias. Sie erleben das Werk aus zwei verschiedenen Perspektiven: Clara im kaufmännischen Bereich, Elias mitten in der technischen Infrastruktur. Ihre Eindrücke zeigen, wie ein global agierendes Unternehmen im Alltag funktioniert – und wie Ausbildung aussehen kann, wenn Recycling, Verantwortung und moderne Produktion ineinandergreifen.
„Als ich das erste Mal hierhergekommen bin, haben mich vor allem die überaus netten und freundlichen Kolleginnen und Kollegen überzeugt", erinnert sich Clara an ihren ersten Tag bei Speira Recycling Services. Die angehende Industriekauffrau hatte zunächst unterschätzt, wie groß das Unternehmen tatsächlich ist.
Für Elias war es ein Bauchgefühl, das ihn zu Speira Recycling Services führte. Der angehende Elektroniker für Betriebstechnik war sofort fasziniert von der Transformation, die hier stattfindet:
„Als ich gesehen hab, wie Speira Recycling Services aus altem Aluminiumschrott wieder was Hochwertiges macht, hat mich das sofort beeindruckt."
Die Mischung aus riesigen Anlagen, Hitze und Lärm – und trotzdem so viel Präzision – hatte es ihm angetan. „Und dann die Elektrik dahinter: Ohne uns läuft da wirklich nichts."
„Speira Recycling Services ist Teil eines riesigen Konzerns, nicht nur von den vielen Standorten her, sondern auch von der Fläche", erzählt sie. Besonders die Werksführung beim 100-jährigen Standortfest 2024 hat ihr die Dimensionen vor Augen geführt:
„Die Halle mit den Schmelzöfen ist besonders beeindruckend. Dort durfte man in einen Gießofen reinschauen – das sieht man wirklich nicht jeden Tag."
Zwischen Büro und Produktion:
Zwei Welten, ein Ziel
Die beiden Auszubildenden erleben Speira Recycling Services aus unterschiedlichen Perspektiven. Clara durchläuft verschiedene kaufmännische Abteilungen und bemerkt dabei die Unterschiede: „Wenn man in einer Abteilung ist, die etwas mit der Produktion zu tun hat, zum Beispiel Vertrieb oder Produktionsplanung, bekommt man mehr mit als in der Buchhaltung."
Besonders reizvoll findet sie die Vielfältigkeit in Einkauf und Vertrieb, wo sie bereits vollumfänglich unterstützen durfte.
Elias hingegen schätzt das direkte Ergebnis seiner Arbeit: "Wenn wir was reparieren, merkst du sofort den Unterschied.

Beide haben gelernt, dass hinter dem Recyclingprozess mehr steckt als erwartet. „Ich hätte nie erwartet, wie organisiert und technisch durchdacht Recycling sein kann", gibt Elias zu. „Jede Anlage kommuniziert mit der nächsten, überall steckt Elektronik drin."
Herausforderungen, die stolz machen
Clara lebt nach dem Motto „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen" – eine Einstellung, die sich schon mehrfach ausgezahlt hat. Als eine aufwendige Datei kurzfristig benötigt wurde, hatte sie diese bereits am Vortag fertiggestellt.
„Mein Vorteil war, dass ich vorgearbeitet habe und nicht erst am nächsten Tag angefangen habe. Wann immer es geht, mache ich das seither so – dann komme ich gar nicht erst in Stress und kann Aufgaben sauber zu Ende bringen", sagt sie pragmatisch.

Eine besondere Herausforderung meisterte sie, als ein Kollege vor seinem Urlaub eine komplexe Liste zur Fertigstellung hinterließ. „Ich habe mich genauer damit befasst und am Ende selbstständig die Liste korrekt fertiggestellt und meiner Kollegin die nötigen Schritte mithilfe einer Dokumentation erklärt."
Solche Momente machen sie stolz auf ihre wachsende Kompetenz. Gerade diese scheinbar kleinen Situationen zeigen ihr, wie viel man gewinnt, wenn man Verantwortung übernimmt, sich hineinarbeitet und Entscheidungen nicht vertagt – selbstständiges, gut organisiertes Arbeiten entsteht genau an solchen Punkten.
Auch Elias erinnert sich an eine prägende Fehlersuche: „Eine Waage für den Schrott hatte komplett gesponnen. Material wurde falsch erkannt, überall blinkte es rot." Nach geduldiger Analyse fand er die Ursache – ein zugesetzter Sensor. „Das klingt vielleicht nicht nach viel, aber in dem Moment war ich richtig stolz. Man merkt dann: Okay, ich kann das wirklich."
Teamwork macht den Unterschied
Die Zusammenarbeit bei Speira Recycling Services beschreibt Clara anhand eines alltäglichen, aber symbolträchtigen Beispiels: „Die Jungs der Instandhaltung stellen uns den Weihnachtsbaum auf.
Die Elektriker schmücken den Baum mit Lichterketten und zum Schluss kommen die Mädels aus der Verwaltung, um den Baum den letzten Schliff zu geben." Diese selbstverständliche Kooperation verschiedener Bereiche spiegelt für sie perfekt wider, wie Teamarbeit im Unternehmen funktioniert.
Elias erlebte den Teamgeist besonders intensiv bei einer Anlagenwartung:
"Du siehst, wie Elektriker, Mechaniker – einfach alle – aufeinander angewiesen sind. Keiner meckert, alle helfen, jeder weiß, warum er wichtig ist." Als Azubi fühlte er sich nie als Außenseiter, sondern von Anfang an als Teil des Teams.
Nachhaltigkeit ist mehr
als ein Schlagwort
Für beide Auszubildenden ist Nachhaltigkeit bei Speira Recycling Services allgegenwärtig. „Wenn man eine Getränkedose trinkt, weiß man, dass sie sehr wahrscheinlich recycelt wird und wir daraus wieder etwas Neuwertiges produzieren", reflektiert Clara.
Für die Wiederverwertung benötigt Speira Recycling Services nur einen Bruchteil der Energie, die erforderlich wäre, um Aluminium aus dem ursprünglichen Rohstoff zu gewinnen – jenem Erz, aus dem reines Aluminium erst aufwendig herausgelöst werden muss.
Elias beobachtet die Nachhaltigkeitsbemühungen täglich:
„Wir arbeiten fast nur mit recyceltem Material, wir vermeiden Müll, wir achten darauf, Energie zu sparen." Für ihn ist es motivierend, Teil eines Unternehmens zu sein, "das wirklich was verändert".
Blick in die Zukunft
Nach ihrer Ausbildung möchte Clara gerne bei Speira Recycling Services in Töging weiterarbeiten. Ihr Rat an potenzielle Bewerber:innen: „Hier herrscht ein sehr gutes und angenehmes Arbeitsklima mit netten und freundlichen Kollegen. Jeder Arbeitsauftrag wird einem ordentlich und genau erklärt, sodass man sehr schnell selbstständig die Arbeit erledigen kann."
Elias träumt davon, tiefer in die Automatisierung einzusteigen: „Ich will irgendwann derjenige sein, der nicht nur repariert, sondern Anlagen nachhaltig verbessert." Sein Rat ist persönlicher: „Mach etwas, das dich langfristig glücklich macht – nicht das, was andere von dir erwarten."
Beide eint die Begeisterung für ihren Ausbildungsbetrieb: Ein Unternehmen, das zeigt, dass Größe und Menschlichkeit sich nicht ausschließen.

